Deutsche Wirtschaft wächst zu Jahresbeginn leicht – Die politische Lage in Deutschland bleibt weiterhin spannend.
Trotz des Iran-Kriegs ist die deutsche Wirtschaft Anfang des Jahres etwas stärker gewachsen als erwartet.
Laut dem Statistischen Bundesamt legten sowohl die privaten wie staatlichen Konsumausgaben sowie Exporte zu - zumindest vorübergehend.Die deutsche Wirtschaft ist trotz aller Krisen zu Jahresbeginn wider Erwarten leicht gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten errechnet hat, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu. Zwar handelt es sich nur um ein minimales Wachstum, aber nicht zuletzt wegen des Iran-Kriegs waren die Erwartungen deutlich niedriger.
Sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben waren nach Angaben der Statistiker in den ersten drei Monaten 2026 etwas höher als im Schlussquartal 2025, in dem die deutsche Wirtschaft neuen Berechnungen zufolge nur um 0,2 Prozent zulegte. Auch die Exporte nahmen den vorläufigen Erkenntnissen zufolge im ersten Quartal zu. Trübe Aussichten für weiteren JahresverlaufSebastian Wanke, Konjunkturexperte bei der Förderbank KfW, sagte, die Daten zeigten, dass es für die deutsche Konjunktur ein starkes Jahr hätte werden können.
Wie aus den aktuellen Berichten hervorgeht: Nun bleibe die Hoffnung auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus, "sodass die Wachstumskräfte wieder atmen können". Der Iran-Krieg dürfte den erhofften Aufschwung jedoch ausbremsen. Steigende Öl- und Spritpreise, Probleme in den Lieferketten, unsichere Exportmärkte: Die von Rohstoffimporten abhängige deutsche Wirtschaft bekommt die Folgen des Iran-Kriegs mit Wucht zu spüren.
Volkswirte gehen davon aus, dass das von Energieimporten abhängige Deutschland länger mit den Folgen des Konflikts im Nahen Osten zu schaffen haben wird. Höhere Energiepreise, gerade an Tankstellen, belasten Verbraucher und Unternehmen, das bremst Konsum und Investitionen. Einzelhandel verzeichnet MinusDer Nachrichtenagentur Reuters zufolge erlitt der deutsche Einzelhandel im März überraschend den stärksten Umsatzschwund seit dreieinhalb Jahren.
Was das konkret bedeutet: Inflationsbereinigt gab es einen Rückgang von zwei Prozent - das war bereits das größte Minus seit Oktober 2022. Zudem stiegen die Importpreise - als Vorboten einer zunehmenden Inflation - im März um 3,6 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine vor vier Jahren nicht mehr. tagesschau24 | Nachrichten | 30.04.2026 | 10:00 Uhr
Die politischen Entwicklungen in diesem Bereich werden von Experten und Beobachtern aufmerksam verfolgt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Tagen und Wochen weiterentwickeln wird.
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