Zwei weitere Passagiere positiv auf Hantavirus getestet – Die politischen Nachrichten des Tages haben es in sich.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sind zwei weitere Passagiere positiv auf den Erreger getestet worden - eine Französin und ein US-Amerikaner.
Die Evakuierung der "Hondius" ist derweil fast abgeschlossen.Im Zuge des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" ist nun auch eine französische Passagierin positiv auf den Erreger getestet worden. Ihr Zustand verschlechtere sich, sagte die französische Gesundheitsministerin Stephanie Rist dem Radiosender France Inter. Die Frau gehöre zu einer Gruppe von fünf Franzosen, die sich an Bord befunden hätten.
Die vier weiteren Passagiere seien negativ getestet worden, würden jedoch erneut untersucht. Zudem hätten die französischen Behörden bislang 22 Kontaktpersonen ermittelt, erklärte die Ministerin weiter.Kurz zuvor hatte das US-Gesundheitsministerium bekanntgegeben, dass einer der 17 in die USA zurückgekehrten Amerikaner positiv auf das Virus getestet worden sei.Vier Deutsche in Frankfurt angekommenDie Evakuierung des Schiffes, das vor der Kanareninsel Teneriffa liegt, steht unterdessen kurz vor dem Abschluss. Die vier in die Niederlande ausgeflogenen deutschen Passagiere sind bereits am späten Sonntagabend von Eindhoven aus nach Deutschland gebracht worden.Ein Sprecher der Uniklinik Frankfurt am Main bestätigte am Morgen die Ankunft des sogenannten Sonderisoliertransports.
Die weiteren Details dazu: In Frankfurt sollen die vier Passagiere zunächst weiter untersucht und beobachtet werden. Über die Maßnahmen entscheiden dann die zuständigen Gesundheitsämter.Einer der deutschen Passagiere soll in die Berliner Charité gebracht werden. Nach Angaben der zuständigen Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit zeigt die Person bisher keine Symptome und kommt "aus der Region Berlin-Brandenburg".
Eine symptomfreie deutsche Kontaktperson soll in Baden-Württemberg in häusliche Quarantäne gehen. Das teilte das Sozial- und Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Schiff lag vor Kap Verde festDie unter niederländischer Flagge fahrende "Hondius" hatte nach dem Ausbruch des Virus tagelang in Kap Verde vor der westafrikanischen Küste festgelegen.
Ein genauerer Blick auf die Sachlage zeigt: Drei Erkrankte starben - ein niederländisches Ehepaar und eine Deutsche. Andere Kranke wurden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen von Bord geholt. Schließlich durfte die "Hondius" mit mehr als 140 Menschen an Bord nach Teneriffa weiterfahren.
Andes-Variante nachgewiesenDas Hantavirus wird hauptsächlich durch Kontakt mit Nagetieren oder deren Urin, Speichel oder Kot übertragen, insbesondere wenn diese Stoffe aufgewirbelt und eingeatmet werden. Menschen setzen sich dem Hantavirus normalerweise vor allem beim Reinigen geschlossener Räume mit geringer Belüftung aus, in denen Mäusekot herumliegt.Tests bestätigten allerdings, dass sich eine Reihe von Passagieren der "Hondius" mit einem in Südamerika vorkommenden Hantavirus-Typ infiziert hatten, der Andes-Variante. Das ist die einzige bekannte Variante des Hantavirus, die von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.WHO und RKI sehen keine Gefahr für BevölkerungWHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bekräftigte, dass die breite Öffentlichkeit sich wegen des Ausbruchs keine Sorgen machen müsse.
Dabei ist besonders hervorzuheben: "Dies ist kein zweites Covid", betonte er. Das Risiko für die Öffentlichkeit sei gering, es gebe keinen Anlass für Angst oder Panik. Auch der Chef des deutschen Robert Koch-Instituts sieht keine Gefahr für die Bevölkerung.
Das Virus könne Menschen sehr krank machen, sagte Lars Schaade am Sonntagabend im ZDF. Er sehe aber keine Gefährdung für die Bevölkerung in Deutschland und auch keine Pandemie-Gefahr.Das Erste | tagesschau | 11.05.2026 | 09:00 Uhr tagesschau24 | Nachrichten | 11.05.2026 | 09:00 Uhr
Die politischen Entwicklungen in diesem Bereich werden von Experten und Beobachtern aufmerksam verfolgt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Tagen und Wochen weiterentwickeln wird.
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