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Politisch motivierte Straftaten erreichen Höchststand
Politik 09. Juni 2026 3 Min.

Politisch motivierte Straftaten erreichen Höchststand

Politisch motivierte Straftaten erreichen Höchststand – Erneut gibt es wichtige Entwicklungen in der deutschen Politik.

Die Anzahl politisch motivierter Straftaten hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht.

Den größten Anstieg gab es laut Innenminister Dobrindt im linksextremen Spektrum.Die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wurden 2025 insgesamt 85.837 Straftaten verzeichnet - fast zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Dobrindt zeigte sich beunruhigt über die weiter gestiegene Bereitschaft zu Gewalttaten - mit einem sehr starken Zuwachs bei linksextremistisch motivierten Delikten.Gewaltdelikte stiegen nach der von Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Statistik insgesamt um 1,2 Prozent auf 4.156 Fälle.

Dies ist nach Angaben von BKA-Präsident Holger Münch der höchste Stand seit 2016. Bei den Gewaltdelikten seien "Körperverletzungen ganz stark, Widerstand gegen Polizisten sehr stark" und auch Brandstiftungsdelikte verzeichnet worden, sagte Dobrindt. Er verwies aber auch auf das "Demonstrationsgeschehen" im vergangenen Jahr.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang: Hier sei es vielfach zu Auseinandersetzungen mit dem politischen Gegner gekommen. Größter Anteil aus rechtem SpektrumDen größten Anstieg bei Gewalttaten gab es im Bereich linksextremistisch motivierter Kriminalität: Hier erhöhte sich die Zahl der Delikte um fast 43 Prozent auf 1.087. Insgesamt stieg die Zahl linksextremistisch motivierter Kriminalität um gut ein Drittel auf 13.490 Fälle.Rechtsextremistisch motivierte Straftaten blieben insgesamt mit rund der Hälfte aller Fälle "mit Abstand" der größte Bereich, wie Dobrindt sagte.

Verzeichnet wurden 42.544 Fälle. Trotz seines leichten Rückgangs um 0,6 Prozent zeige dies erneut, "dass die größte Gefahr aktuell vom Rechtsextremismus ausgeht", betonte der Innenminister, der auch hier auf den Anstieg der Gewaltdelikte verwies. Sie erhöhten sich um 7,4 Prozent auf 1.598 Fälle.

Darüber hinaus wurde bekannt: Bei religiös motivierten Straftaten verzeichneten die Sicherheitsbehörden eine Zunahme um 5,7 Prozent auf 1.983 Fälle. Gewaltdelikte stiegen hier zwar um fast 13 Prozent an, spielten mit 98 Fällen aber eine vergleichsweise geringe Rolle.Bei Straftaten, die durch ausländische Ideologie motiviert waren, gab es unterdessen einen Rückgang um 6,2 Prozent auf 6.886 Fälle. Gewaltdelikte gingen hier um fast 28 Prozent auf 704 Straftaten zurück.Starker Anstieg bei frauenfeindlichen Delikten Bei sonstigen Bereichen, die keiner der Hauptgruppen zugeordnet werden, lag die Zahl der registrierten Straftaten bei 20.934.

Dies war ein Rückgang um 5,7 Prozent. Die Gewalttaten verringerten sich hier um 15,9 Prozent auf 669 Fälle.Bei sogenannter Hasskriminalität, die aufgrund gruppenbezogener Vorurteile begangen werden, verzeichneten die Sicherheitsbehörden einen Anstieg um rund 1,8 Prozent auf 22.159. Mit 88 Prozent oder 19.484 Fällen war der überwiegende Teil der Delikte dabei fremdenfeindlich motiviert und blieb praktisch auf Vorjahresniveau.

Die Hintergründe im Detail: 8.870 Delikte wurden als ausländerfeindlich eingestuft (minus 5,3 Prozent). Die Zahl antisemitisch motivierter Straftaten erhöhte sich um fünf Prozent auf 6.548 Fälle. "Fast die Hälfte davon steht im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt", sagte BKA-Chef Münch.Einen starken Anstieg gab es auch bei antiziganistisch motivierten Delikten.

Sie erhöhten sich um 23 Prozent auf 240 Fälle. Sehr groß war auch die Zunahme bei frauenfeindlich eingestuften Delikten um fast 47 Prozent auf 819. Bei der Hasskriminalität ist auch eine Zuordnung zu mehreren Gruppen möglich.

Die weiteren Details dazu: Die Gesamtzahl ist deshalb geringer als die dort aufgeführten Fälle.Das Erste | tagesschau | 09.06.2026 | 09:00 Uhr tagesschau24 | Nachrichten | 09.06.2026 | 10:00 Uhr BR24 Radio | Nachrichten | 09.06.2026 | 10:00 Uhr

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