Hausärzte nennen Sparpläne "Zerstörungsprogramm" – Erneut gibt es wichtige Entwicklungen in der deutschen Politik.
Durch einen Maßnahmenkatalog will Bundesgesundheitsministerin Warken knapp 20 Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen einsparen.
Der Hausärzteverband kritisiert die Pläne - nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines anderen Vorhabens.Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als "vollkommen planlos" kritisiert: "Auf der einen Seite sagt sie, dass die Hausärztinnen und Hausärzte in Zukunft noch mehr Aufgaben übernehmen sollen, auf der anderen Seite wird genau an dieser Stelle massiv der Rotstift angesetzt", sagte der Verbandsvorsitzende Markus Blumenthal-Beier der Rheinischen Post. Das Spargesetz sei "ein Zerstörungsprogramm für die Hausarztpraxen". Wenn die CDU-Ministerin ihr Spargesetz in dieser Form durchboxe und bei den Hausarztpraxen massiv spare, dann werde das sogenannte Primärversorgungssystem nicht zu schaffen sein, warnte Blumenthal-Beier.
Damit ist ein Reformprojekt gemeint, wonach der Hausarzt künftig in der Regel die erste Anlaufstelle für Patienten sein soll. Ziel ist eine bessere Patientensteuerung und ein effizienterer Einsatz von Kapazitäten. "Die Ministerin torpediert ihre eigene Reformagenda.
Wie aus den aktuellen Berichten hervorgeht: Das ist absolut fahrlässig", sagte Blumenthal-Beier.Einschnitte auf mehreren EbenenDas Bundeskabinett soll am 29. April Warkens Sparpaket beschließen, das die gesetzlichen Krankenkassen 2027 um knapp 20 Milliarden Euro entlasten soll. Ziel ist es, weiter steigende Kassenbeiträge zu vermeiden.
Vorgesehen sind unter anderem höhere Zuzahlungen und Einschnitte für Patientinnen und Patienten, aber auch milliardenschwere Ausgabenbremsen bei Versorgungsanbietern von den Praxen und Kliniken bis zu Arzneiherstellern. Das Erste | Tagesschau | 24.04.2026 | 06:30 UhrDas Erste | Tagesschau in 100 Sekunden | 24.04.2026 | 04:58 UhrNDR Info | Nachrichten | 24.04.2026 | 03:34 Uhr
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