Ukrainische Seedrohne explodiert in rumänischem Hafen – Die politischen Nachrichten des Tages haben es in sich.
Im EU- und NATO-Staat Rumänien hat es erneut einen Vorfall mit einer Drohne gegeben: Vor der Küste von Konstanza explodierte eine ukrainische Seedrohne.
Die Ukraine gab an, sie sei durch "russische elektronische Kriegsführung" fehlgeleitet worden. Im Hafen der rumänischen Schwarzmeerstadt Konstanza ist in der Nähe eines Öl-Terminals eine Seedrohne explodiert. Nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums gab es keine Verletzten.
Das Gebiet sei vom rumänischen Geheimdienst, der Küstenwache und dem Verteidigungsministerium bereits vor der Detonation gesichert und abgesperrt worden. Wie das rumänische Nachrichtenportal digi24 berichtete, sollen an der Küste vier offenbar mit Sprengstoff beladene Boote entdeckt worden sein. Die ukrainische Marine bestätigte, dass eine ihrer Seedrohnen während eines Einsatzes infolge "russischer elektronischer Kriegsführung" die Kontrolle verloren und fehlgeleitet worden sei.
Folgendes ist außerdem wichtig zu wissen: Die Ukraine habe die rumänische Seite kontaktiert, um sie zu warnen und Opfer zu verhindern.Zuvor hatte das rumänische Verteidigungsministerium von einer Drohne "eines im Krieg in der Ukraine eingesetzten Typs" gesprochen. Die russische Botschaft in Bukarest warf dem Ministerium daraufhin eine "bewusste Verbreitung unvollständiger Informationen vor". Es seien demnach Drohnen gewesen, die vom "Kiewer Regime" eingesetzt werden, "um terroristische Akte gegen zivile Schiffe zu verüben und die Sicherheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer zu gefährden".
Versuche, diese Drohnen mit Russland in Verbindung zu bringen, seien "völlig haltlos".Nicht der erste VorfallBereits Ende Mai war eine Flugdrohne auf das Dach eines Hauses in Rumänien gestürzt. Zwei Menschen wurden bei dem Vorfall in der Donauhafenstadt Galati verletzt. NATO und EU machten Russland für den Vorfall verantwortlich.
Wie aus den aktuellen Berichten hervorgeht: Moskau wies die Anschuldigung zurück - Präsident Wladimir Putin verlangte die Übergabe der Drohnenteile für eine Expertise.Fünf Tote bei Drohnenangriff im Asowschen MeerUnterdessen meldete das aserbaidschanische Außenministerium unter Berufung auf russische Informationen den Tod von fünf Landsleuten nach einem Drohnenangriff auf Frachtschiffe im Asowschen Meer. Drei weitere Bürger seien verletzt worden. Moskau habe Baku über den Angriff informiert.
Zur Herkunft der Drohnen machte das aserbaidschanische Außenministerium keine Angaben. Wie das Außenministerium in Baku weiter mitteilte, befanden sich auf den beiden Frachtschiffen insgesamt 25 aserbaidschanische Besatzungsmitglieder. Es handele sich jedoch nicht um Schiffe des aserbaidschanischen Staates.Laut russischen Staatsmedien machte der russische Vize-Außenminister Michail Galusin die Ukraine dafür verantwortlich.
Ein genauerer Blick auf die Sachlage zeigt: "Wir wissen sehr genau, wer Drohnen - sowohl Luft- als auch Seedrohnen - einsetzt, um friedliche zivile Schiffe in den Gewässern des Schwarzen Meeres und des Mittelmeers anzugreifen", sagte Galusin demnach. Der Kommandeur der Drohnenstreitkräfte der ukrainischen Armee, Robert Browdi, erklärte im Onlinedienst Telegram, in der Nacht zum Freitag "fünf Schiffe getroffen zu haben, die sich illegal in den Häfen von Mariupol und Berdjansk" in von Russland besetztem ukrainischem Gebiet aufgehalten hätten. Er gab jedoch nicht an, ob es sich dabei um die Schiffe handelte, auf denen die aserbaidschanischen Staatsbürger getötet wurden.tagesschau24 | Nachrichten | 05.06.2026 | 18:00 Uhr
Politische Analysten sehen in dieser Entwicklung einen wichtigen Wendepunkt. Die Debatte darüber dürfte in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen.
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