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Schwere Angriffe trotz einseitiger Waffenruhe
Politik 08. Mai 2026 3 Min.

Schwere Angriffe trotz einseitiger Waffenruhe

Schwere Angriffe trotz einseitiger Waffenruhe – Die politische Lage in Deutschland bleibt weiterhin spannend.

Russland will morgen den Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland ungestört mit einer Parade feiern - und hat dafür einseitig eine Waffenruhe ausgerufen.

Doch nun melden beide Seiten schwere Angriffe. In der Nacht ist eine einseitig von Russland ausgerufene Waffenruhe in Kraft getreten. Die Ukraine startete nach russischen Angaben zur selben Zeit schwere Drohnen- und Raketenangriffe auf russisches Gebiet.

In zahlreichen Regionen Russlands herrschte in der Nacht Luftalarm. Angegriffen wurde dabei nach russischen Angaben auch Moskau. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, meldete den Abschuss von 25 Drohnen, die Richtung der Stadt geflogen seien.

Folgendes ist außerdem wichtig zu wissen: Über Folgen der Attacke wurde zunächst nichts bekannt. Einschläge in mehreren Städten gemeldetEs gebe Zerstörungen durch Drohnentrümmer in mehreren Städten der Region Rostow, teilte der Gouverneur des südrussischen Gebiets, Juri Sljussar, bei Telegram mit. Seinen Angaben zufolge wurden in den Städten Rostow am Don, Taganrog und Bataisk sowie in einem Landkreis Einschläge registriert.

Tote und Verletzte gebe es nicht, betonte er. Nach Angaben Sljussars wurden in Rostow mehrere private Wohnhäuser und ein Lkw beschädigt. In einem Verwaltungsgebäude sei ein Brand ausgebrochen.

Darüber hinaus wurde bekannt: Videos sollen Brände zeigen Ukrainische Telegram-Kanäle veröffentlichten derweil zahlreiche Videos aus der Stadt, die schwere Brände zeigen, die demnach bis in den Morgen anhielten. Bei einem der getroffenen Objekte soll es sich um einen Rüstungskonzern handeln. Unabhängig konnten diese Berichte zunächst nicht bestätigt werden.

Aus der knapp 300 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt Jaroslawl wurden ebenfalls Einschläge gemeldet. Nach Angaben des Internetportals Astra war einmal mehr die dortige Raffinerie im Fokus der Attacken. Die Behörden bestätigten zwar den Beschuss, machten aber keine Angaben zu Schäden.

Die Hintergründe im Detail: Ukraine bestätigt Attacken und meldet russische AngriffeDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Angriff auf Jaroslawl. Dort sei eine Ölanlage getroffen worden, die für die Kriegsfinanzierung Russlands wichtig sei, schrieb er auf Telegram. Dazu stellte er ein Video, das die brennende Raffinerie zeigen soll.

Selenskyj warf Moskau vor, sich selbst nicht an die selbst ausgerufene Feuerpause zu halten. "Alles deutet darauf hin, dass es von der russischen Seite nicht mal zum Schein einen Versuch gab, das Feuer an den Fronten einzustellen", so der Präsident auf Telegram. Ihm zufolge gab es bis zum Morgen mehr als 850 russische Drohnenangriffe.

Dabei ist besonders hervorzuheben: Luftalarm in KiewAm Morgen wurde auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Luftalarm ausgelöst. Die Sirenen ertönten für mehrere Minuten, wie AFP-Reporter berichteten. Berichte über mögliche Schäden liegen noch nicht vor.Die Regierung in Kiew bezeichnete die von Russland ausgerufene Feuerpause angesichts der anhaltenden Angriffe auf die Ukraine als "blanken Zynismus".

Waffenruhe für Feierlichkeiten in MoskauIn der Nacht zum Freitag hatte eine einseitig von Moskau ausgerufene Waffenruhe begonnen, die zu den Feierlichkeiten rund um den Tag des Sieges am 9. Mai über Nazi-Deutschland halten und speziell die Militärparade in Moskau schützen soll. Eine zuvor von Kiew verkündete und bereits ab dem 6.

Wie aus den aktuellen Berichten hervorgeht: Mai geltende Waffenruhe hatte Russland ignoriert. Der ukrainische Präsident Selenskyj kündigte daraufhin "spiegelbildliche" Aktionen an. Derweil reiste sein Unterhändler Rustem Umerow in die USA, um dort erstmals seit März Gespräche über ein Ende des Krieges zu führen.

BR24 | Nachrichten | 08.05.2026 | 01:00 Uhr, NDR Info | Nachrichten | 08.05.2026 | 08:00 Uhr

Politische Analysten sehen in dieser Entwicklung einen wichtigen Wendepunkt. Die Debatte darüber dürfte in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen.

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