Trump kündigt größeren Abzug von US-Soldaten an – Erneut gibt es wichtige Entwicklungen in der deutschen Politik.
US-Präsident Trump will deutlich mehr als 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen.
Kritik an der bisherigen Ankündigung kommt aus dem Kongress: Republikaner sprachen von einem möglichen falschen Signal an Russlands Präsidenten Putin.Die USA wollen nach den jüngsten Worten von US-Präsident Donald Trump ihre Truppenpräsenz in Deutschland über die bereits angekündigte Zahl hinaus herunterfahren. "Wir werden die Zahl noch deutlich stärker reduzieren, und zwar um weit mehr als 5.000" US-Soldaten, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) vor Journalisten im US-Bundesstaat Florida. Einflussreiche Republikaner kritisieren US-TruppenabzugNoch am Vortag hatte das US-Verteidigungsministerium einen Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland angeordnet.
Führende Republikaner aus beiden Kammern des Kongresses reagierten mit Skepsis."Wir sind sehr besorgt über die Entscheidung, eine US-Brigade aus Deutschland abzuziehen", teilten Senator Roger Wicker und der Abgeordnete Mike Rogers in einer gemeinsamen Erklärung mit. Rogers sitzt dem für die Streitkräfte zuständigen Ausschuss im Repräsentantenhaus vor, Wicker dem im Senat. Deutschland habe auf die Forderungen von Präsident Donald Trump reagiert und seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöht.
Dabei ist besonders hervorzuheben: Zudem habe sich Deutschland im Iran-Krieg sehr kooperativ gezeigt, etwa mit Blick auf Überflugrechte, hieß es in der Erklärung weiter.Falsches Signal an Putin Die Alliierten gäben bereits mehr Geld aus - bis daraus eine effektive Abschreckung entstehe, sollten die USA aber vor Ort präsent bleiben, so Rogers und Wicker. Eine voreilige Reduzierung berge die Gefahr, die Abschreckung zu schwächen und ein falsches Signal an Kremlchef Wladimir Putin zu senden. "Anstatt die Truppen vollständig vom Kontinent abzuziehen, liegt es im Interesse der USA, durch die Verlegung dieser 5.000 US-Soldaten nach Osten eine starke Abschreckungspräsenz in Europa aufrechtzuerhalten", schlagen sie vor.
Abzug laut Pistorius absehbarDeutsche Politiker sprechen zwar von einem beunruhigenden Signal, mahnen aber auch gleichzeitig zur Gelassenheit. Bundesverteidigungsminister Pistorius bezeichnete den von den USA angekündigten Teilabzug von Truppen aus Deutschland als erwartbar. Gleichzeitig bemühte sich der Minister um Deeskalation: Die intensive militärische Kooperation mit den USA gehe trotz allem weiter.
Wie aus den aktuellen Berichten hervorgeht: "Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland ist in unserem Interesse und im Interesse der USA", betonte Pistorius. Die USA bündelten hier wichtige militärische Funktionen - etwa für ihre sicherheitspolitischen Interessen im Nahen Osten.Sicherheitsmechanismus für US-Streitkräfte in EuropaMit Stand Dezember 2025 befanden sich nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums 36.436 Soldatinnen und Soldaten in Deutschland - mehr als in jedem anderen europäischen Land. Das Bundesverteidigungsministerium sprach am Samstag von "insgesamt fast 40.000" US-Soldaten, die "aktuell" in Deutschland stationiert seien.
In ganz Europa sind nach Angaben des US-Militärs von Mitte April 86.000 Soldaten stationiert. Die Zahlen verändern sich regelmäßig. Der US-Kongress hatte vergangenes Jahr einen Sicherheitsmechanismus beschlossen: Die Gesamtzahl der Streitkräfte, die dauerhaft im Zuständigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, darf nicht länger als 45 Tage unter 76.000 liegen.
Folgendes ist außerdem wichtig zu wissen: Mit einer Reduzierung um 5.000 Soldaten würden die USA diese Mindestanzahl nicht unterschreiten. Allerdings hatte Trump zuletzt auch einen Teilabzug in Italien und Spanien ins Spiel gebracht.Das Erste | tagesschau | 03.05.2026 | 02:30 UhrDas Erste | tagesschau | 03.05.2026 | 00:55 UhrNDR Info | NDR Info Nachrichten | 03.05.2026 | 02:30 UhrDas Erste | tagesthemen | 02.05.2026 | 23:03 Uhr
Die politischen Entwicklungen in diesem Bereich werden von Experten und Beobachtern aufmerksam verfolgt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Tagen und Wochen weiterentwickeln wird.
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