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Kiew räumt auf - und fordert Konsequenzen
Politik 25. Mai 2026 3 Min.

Kiew räumt auf - und fordert Konsequenzen

Kiew räumt auf - und fordert Konsequenzen – Die politische Lage in Deutschland bleibt weiterhin spannend.

Die Ukraine hat nach den schweren russischen Attacken auf Kiew eine internationale Reaktion gefordert.

Auch in der vergangenen Nacht überzogen sich Russland und die Ukraine wieder mit Angriffen.Einen Tag nach dem russischen Großangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew haben sich die gegenseitigen Angriffe im russisch-ukrainischen Grenzgebiet fortgesetzt. In der russischen Region Belgorod kam nach Behördenangaben ein Mann bei einem Raketen- und Drohnenangriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Zudem sei die Energieinfrastruktur beschädigt worden, was zu Strom- und Wasserausfällen in der Stadt Belgorod geführt habe, teilten die Behörden auf der Onlineplattform Telegram mit.Ein weiterer Mann wurde bei einem ukrainischen Angriff in der Ortschaft Belaja Berjoska nahe Brjansk getötet, wie der dortige amtierende Gouverneur mitteilte.

Im russisch besetzten Horliwka im Osten der Ukraine wurden dem russischen Staatsfernsehen zufolge fünf Menschen bei Drohnenangriffen verletzt.Neue russische AttackenAus der südukrainischen Region Cherson meldeten örtliche Behörden zwei Tote und 16 Verletzte bei russischen Angriffen, die gestern begonnen hatten. In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden den Behörden zufolge zudem drei Menschen verletzt.Die Angriffe folgten auf eine der schwersten russischen Bombardierungen der ukrainischen Hauptstadt Kiew seit Beginn des Kriegs im Februar 2022. Dabei wurden nach ukrainischen Angaben gestern insgesamt vier Menschen getötet und Dutzende verletzt.

Darüber hinaus wurde bekannt: Zahlreiche Gebäude in Kiew wurden schwer beschädigt.Dringlichkeitssitzungen beantragtDer ukrainische Außenminister Andrij Sybiha beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Er forderte die internationale Gemeinschaft zu einer "starken Antwort an den Aggressor" auf.Sybiha warf Russland vor, mit der "barbarischen Raketenattacke" in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen."Geschlossene multilaterale Maßnahmen""Putin versucht, die Ukraine einzuschüchtern, indem er Zivilisten angreift und Wohngebäude, Museen, Schulen sowie kritische Infrastruktur zerstört", so Sybiha. Der Kremlchef versuche dies außerdem, indem er Mittelstreckenraketen auf friedliche Städte abfeuere.

Russland hatte zuvor bestätigt, dass bei den gestrigen Angriffen Hyperschallraketen unterschiedlichen Typs eingesetzt wurden.Die internationale Gemeinschaft müsse reagieren, meinte Sybiha. "Wir fordern unsere Partner nachdrücklich auf, entschlossene multilaterale Maßnahmen zu ergreifen, um Russland abzuschrecken und es zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden zu bewegen", betonte der Minister.Aufräumarbeiten in KiewIn Kiew laufen derweil die Aufräumarbeiten nach den schweren Angriffen. In der ukrainischen Hauptstadt hatten bis zum Morgen Brände gewütet.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang: Schäden seien in mehreren Bezirken registriert worden, darunter an Wohnhäusern, Einkaufszentren und Schulen, teilte der ukrainische Katastrophenschutz auf Telegram mit. Auch Gebäude der Polizei, ein katholisches Kloster, das Tschernobyl-Museum und ein Kunstmuseum sollen beschädigt worden sein.Bei den Attacken wurden laut Behörden auch Regierungsgebäude beschädigt, darunter das Außenministerium und das Kabinettsgebäude. Ukrainischen Medien zufolge wurde auch ein Haus beschädigt, in dem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Wohnung besitzt.Selenskyj sprach auf Telegram von rund 300 beschädigten Objekten in Kiew.

Er dankte den internationalen Unterstützern der Ukraine, die den Angriff verurteilten, forderte zugleich aber eine Verstärkung der Flugabwehr. "Der Aggressor muss unter Druck gesetzt und zur Rechenschaft gezogen werden", so Selenskyj.Das Erste | tagesschau | 25.05.2026 | 11:00 Uhr

Politische Analysten sehen in dieser Entwicklung einen wichtigen Wendepunkt. Die Debatte darüber dürfte in den kommenden Wochen an Intensität gewinnen.

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